St. Johannis

Beschreibung der Kirche
Die Johanniskirche Gehört zu den ältesten deutschen Fachwerkkirchen.
Öffnet man das hohe schmiedeeiserne Tor in Westendorf und durchquert das steinerne Portal, so findet man versteckt hinter einem altem Baum und dem Glockenturm die Johanniskirche. Die Anfänge der Johannisgemeinde gehen auf das gleichnamige Kloster zurück, das unmittelbar vor den Toren Halberstadts lag. Kloster und Kirche wurden wäh-rend des 30 - jährigen Krieges von den Schweden völlig zerstört. Am 29. Juni 1646 fand die Grundsteinlegung für die heutige Johanniskirche statt. Eine große Spendenaktion, an der sich selbst Königin Christine von Schweden beteiligte, ermöglich-te den Neubau. Nach nur 20 Monaten Bauzeit wurde die Kirche am 09. März 1648, ein halbes Jahr von Ende des 30-jährigen Krieges, eingeweiht. Mit ihrem 32 m lan-gen und 16 m breiten Saalbau ist die Johanniskirche eine der größten Fachwerk-kirchen Deutschlands. Ein freistehender Glockenturm wurde 1684 ergänzt und ist das einzige Beispiel seiner Art im gesamten Harzvorland. Im Glockenstuhl hängen zwei mittelalterliche Glocken aus dem 14. Jahrhundert. Der Kirchenbau beeindruckt äußerlich durch die seltene Fachwerkkonstruktion. Im Inneren überrascht eine handgearbeitete hölzerne Kassettendecke. Der barocke Hochaltar von 1692 und die Kanzel von 1653 sind hiesige Schnitzarbeiten von hoher Qualität. Durch einen Diebstahl gingen 1992 die drei zentralen Altarbilder und mehrere Plastiken vom Kanzelkorb verloren. Die modernen Altarbilder des Halbers-tädter Künstlers Olaf Wegewitz geben dem Betrachter neue Denkanstöße. Als im Sommer 2003 im Dielenfußboden der Johanniskirche der Echte Hausschwamm festgestellt worden ist, war die Zukunft der Fachwerkkirche ungewiss. Die Gemeinde rückte zusammen und entschied sich für die Sanierung des Gotteshauses. Mit Mitteln des Kirchenkreises, des Landes Sachsen-Anhalt, Lotto-Toto und vielen weiteren öffentlichen und privaten Spendern konnte der alte Dielenboden entfernt und vor kurzem durch einen neuen Fußboden aus sogenannten keramischen Ziegeln ersetzt werden.
Die Kirche kann nach Anmeldung bei Pfarrer Kaus auch für Besichtigungen geöffnet werden.

Eine Glockeschweigt

Die von 1497 stammende Johannis-Glocke auf dem Glockenturm an der Johanniskirche erklingt seit geraumer Zeit nicht mehr.
Sie hat einen Riss. Nach gründlichen Beratungen hatte der „Örtliche Beirat Johannis“ der preisgünstigsten Variante einer Reparatur zugestimmt und der Gemeindekirchenrat fasste den Beschluss, mit einer Sammlung zu beginnen.

Wir stehen am Anfang und unser Ziel, 27.000 € zu erreichen, liegt in der Zukunft. Nachdem es uns gelungen ist durch Spenden und der nterstützung des Kirchenkreises den Taufstein in der Moritzkirche wieder zu errichten, bitten wir Sie nun um zweckgebundene Spenden für diese Reparatur.
Die Johannis-Glocke hat ein Gewicht von ca. 2.300 kg, ist 1,27 m hoch und hat einen Durchmesser von 1,32 m. Die über 500 Jahre alte Inschrift zeugt vom Glauben und Hoffnung der Christen: „Im Jahre des Herrn 1497 - Gegrüßt sei Maria – Ich tröste die Lebenden, beweine die Toten, vertreibe die Schäden und rufe Euch, zum Beten zu kommen. Amen.“
Helfen Sie mit, dass diese Stimme wieder rufen und gehört werden kann!

St. Johannis Halberstadtzoom
Fenster in Johannis

Fenster in der Johanniskirche
Foto: Ronald Göttel

Barockkanzel
Johanniskirche

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Besichtigung nach Voranmeldung im Gemeindebüro
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