angedacht

“Ich glaube …“

antwortet einer nach dem Start in den Urlaub auf die Frage, ob er auch die Haustür abgeschlossen habe. Ich glaube ... ja. Aber ist sich nicht sicher. Das ist kein „Ja“ und kein „Nein“. Das gute Gefühl, das die Reisenden auf der Fahrt in die Ferien haben sollten, ist erst einmal weg. Vieles sollen wir glauben, wenn wir Nachrichten hören oder das Kleingedruckte auf Packungen lesen. Dabei kommt fast jeder Report zu dem Ergebnis, dass Angaben im Sinne des Auftraggebers manipuliert werden. Das stört den Glauben an die Politik, die Wirtschaft und oft genug auch an die Verkündigung in den Kirchen.

Was ist mit meinem Bekenntnis: „Ich glaube an die Macht Gottes, der Himmel und Erde aus dem Nichts entstehen ließ und mir Lebenskraft gibt?“ Ist das ein klares „Ja“ oder doch nur ein ungewisses Annehmen? Herr, ich möchte glauben, hilf mir in meinem Unglauben, wird in der Bibel berichtet von einem Suchenden nach Heilung. Fast jede Frau und fast jeder Mann sei dauerhaft oder vorübergehend seelisch krank, ausgebrannt, körperlich und nervlich durch Beruf und Privatleben überlastet, wird festgestellt. Der Glaube an Ärzte und Pharmazie soll helfen, aber oft wird es nur schlimmer.

„Herr segne was du gibst, mir zur Kraft und Dir zur Ehre“ kann jeden Morgen ein Bekenntnis sein, das den Weg durch den Tag markiert. Gott legt Lasten auf, aber er hilft auch. Ja, ich bin sicher, dass ich im Gespräch mit Gott Weisung erhalte, was jetzt dran ist und was später zu erledigen ist. Dieses Vertrauen auf die Macht Gottes gab mir oft das gute Gefühl einer sicheren Reise.

„Siehe, ich habe meinen Geist in euch gegeben, dass ihr wisst was gut und richtig ist“, ließ Gott durch den Propheten sagen. Das gute Gefühl, das wir uns alle wünschen auf unserer Lebensreise, ist abhängig von einem
klaren „Ja“, ich glaube, ohne „Wenn“ und „Aber“.

                                                                                                          Ihr Dietmar Großmann, GKR Vorsitzender

Monatsspruch September 2016

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Jer 31,3