angedacht

“Gott liebt mich“

Wir nähern uns dem Jahr 2017, in dem wir der Reformation gedenken.
 Was hat die Reformation heute mit uns zu tun?

Luther kämpft e gegen starke Schuldgefühle, gegen die Angst vor der Strafe Gottes. Diese Angst haben heute Wenige. Aber trotz allem medizinischen und sozialem Fortschritt ist Angst weit verbreitet. Das Gefühl, Krankheit oder Verlusten ausgeliefert zu sein, lässt die Versicherungsbranche leben. Angst vor Versagen, mangelnder Anerkennung, Einsamkeit oder dem Altern machen uns zu schaff en. Manchmal legen sich kleine Widrigkeiten wie Mehltau über mein Lebensgefühl. Lebe ich angstfreier als Luther?

Luther drückt seinen Kampf gegen die Angst unübertroffen in „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ (EG Nr. 299) aus. Typisch reformatorisch wendet er sich unmittelbar an Gott, schüttet ihm sein Herz aus.

Dieser Durchbruch zu einer direkten Gottesbeziehung ist hochaktuell. Ich, als einer von Milliarden Menschen, kann mich persönlich an den Schöpfer des Universums wenden. Luther ermutigt uns, unsere Klage Gott entgegen zu schreien, was ich oft tue. Luther ist dadurch zum unmittelbaren „Gott liebt mich“ durchgedrungen.
Zum Beispiel: „Er hilft uns frei aus aller Not“ aus „Ein feste Burg ist unser Gott“ (EG Nr. 362).
Vielen Christen hat dieses Lied geholfen.

Ich wünsche Ihnen, im Schreien zu Gott Trost zu finden, in allen Widrigkeiten.
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit sowie ein persönlich-reformatorisches 2017 wünscht Ihnen


                                                                                                                  Ihr Claus-Erhard Heinrich, KMD

Monatsspruch Dezember 2016

Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.

Ps 130,6

Jahreslosung 2017

"Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch."

                                Ez 36,26.