BERICHTE UND Rückblicke

Bahnhofsmission
 

Kirche am Bahnhof — die ökumenische Bahnhofsmission Halberstadt

Seit Juni 2009 hat der Halberstädter Bahnhof wieder eine Bahnhofsmission.
Die evangelische und katholische Kirche tragen hier gemeinsam die Verantwortung für ein Ehrenamtlichenprojekt, welches seit acht Jahren erfolgreich Nächstenliebe an einem öffentlichen Ort praktiziert. Zurzeit leisten zehn Ehrenamtliche, vier Mitarbeiter in einer Ein-Euro Maßnahme und zwei Bundesfreiwillige den Dienst am Nächsten. Constantin Schnee, der beim Diakonischen Werk eine halbe hauptamtliche Stelle innehat, organisiert und begleitet diese bunte Dienstgemeinschaft. Sie besteht aus Frauen und Männern zwischen 16 und 68 Jahren, evangelische und katholische Christen, Muslimen und Menschen die keine Beziehung zu Gott pflegen.

Gemeinsam stehen sie am Bahnhof unter dem Wahlspruch: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ ganz unterschiedlichen Menschen in ganz unterschiedlichen Nöten bei. Keine Fahrkarte und kein Geld, kein Dach über dem Kopf oder keine Kraft mehr, zu langsam, hungrig oder keine Orientierung, die Not kann ganz unterschiedlich sein und sie kann Jeden treffen. Deshalb wollen wir auch Jedem helfen ohne Ansehen der Person, ohne nach der Schuld zu fragen. Und wir freuen uns immer über neue Mitstreiter, die diese bunte Dienstgemeinschaft mit ihrer ganz persönlichen Farbe bereichern wollen. Trauen Sie sich und helfen Sie uns zu helfen!

 Constantin Schnee

Die Gemeinde braucht Sie

Sie könnten sich vorstellen, eine Aufgabe in der Kirchengemeinde zu übernehmen? Sie wollen gern helfen, aber wissen nicht wie? Sie suchen eine verantwortliche Tätigkeit, die Sinn stiftet und zufrieden macht? Dann haben wir etwas für Sie: Werden Sie Helfer, Freiwillige, Ehrenamtliche! Die Gemeinde braucht Sie! Und vielleicht können Sie darin auch Gottes Ruf hören. Es gibt viele Tätigkeitsbereiche: im Besuchsdienst, im Küsteramt, beim Vorbereiten von Festen, in der Offenen Kirche, in der Jugendarbeit, beim Kinder-Gottesdienst… Außerdem suchen wir zurzeit Menschen, die uns helfen können beim Austragen des Gemeindebriefes, bei der Grünpflege und bei der Ton- und Mikrofontechnik.
Fassen Sie sich ein Herz und sprechen Sie einen von uns an. Danke.

Ausflug nach Lemgo

Am 24.06. fand die Fahrt des Vereins OGR nach Lemgo satt. Der Halberstädter Verein steht für die
finanzielle und ideelle Förderung des Wiederaufbaus der David-Beck-Orgel in der Martinikirche Halberstadt. Diese Orgel könnte man vielleicht als großen Bruder der Schwalbennestorgel der Marienkirche Lemgo bezeichnen. Vor Ort erläuterte der Orgelexperte Koos van de Linde die Entstehung der Schwalbennestorgel (Ende 16. Jahrhundert), ihre aufwändige Rekonstruktion vor einigen Jahren (wobei auch die historische Stimmung wieder angelegt wurde) und den besonderen künstlerischen Wert entsprechend dem Klangideal der deutschen Spätrenaissance.
Van de Linde betreut auch das Halberstädter Beck-Orgel-Projekt. Höhepunkt war das Konzert von Domkantor Claus-Erhard Heinrich (Orgel) mit dem Gemeindepädagogen Christian Lontzek (Dudelsack und Renaissance-Instrumente).
Es war aufregend, diesen speziellen Orgelklang im Zusammenspiel zu hören und sich vorzustellen, dass irgendwann die Orgel in der Martinikirche ebenso faszinierend klingen wird. Herzlichen Dank der Kirchengemeinde Lemgo, ihrem Kantor Volker Jänig, den beiden Musizierenden und dem Vereinsvorsitzenden Ulrich Schäffner.
                                                                                                                       Uta Paulmann

Konfi-Zeit in Eisenach

Mit zehn Jugendlichen, die 2018 konfirmiert werden, haben wir (Christian Lontzek, Barbara Löhr und - unverzichtbar als Konfi -Teamer: Johannes Köther) während fünf schöner Tage in Eisenach all das und noch mehr erlebt: … eine 500 Jahre alte Bibelseite: selbst gedruckt und ausgemalt, ein Gespräch über Glauben und Sandalen; eine Erzählung über die Entstehung der Welt, die mehr ist als Tatsachen;
Psalm 104 und Blüten, die im Wasser schwimmen; ein Weg durch den Wald bis zur Wartburg: dort angekommen, sind wir nicht die Einzigen; Gott im Film: ein schwarzer Mann ganz in weiß oder einer mit Bart, der Schafe stricken kann; eine alte Synagoge, eine Mikwe; ein einfacher Betsaal; Gott, der anwesend ist, wenn alle Kerzen auf dem Leuchter angezündet sind; JHWH, Allah und noch 97 
andere Namen für Gott - ein Bilderpuzzle, das noch nicht fertig ist; ein älteres Ehepaar, das sich noch an „den Konfi “ erinnert und was sie da über Jesus gelernt haben; Jesus und die sechs wichtigsten Getränkepäckchen im Leben; eine Kinderkulturnacht, die mit Feuerwerk endet; Samen, die nicht alle aufgehen, aber ungefähr ein Viertel bringt Frucht. Danke für diese spannende Zeit.

                                                                                                                       Barbara Löhr

Schwalbennestorgel Lemgo

Foto: Schwalbennestorgel (S.Roschewski)

 

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